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Institut Wiener Kreis

Das Institut Wiener Kreis, (1991 gegründet als Verein, seit 1. Mai 2011 als Subeinheit der Fakultät) widmet sich der Dokumentation, kritischen Rekonstruktion und Weiterentwicklung des Logischen Empirismus. In der Tradition des historischen Wiener Kreises steht das Institut für eine an den Fachwissenschaften orientierte Philosophie und pflegt logisch-empirisches, kritisch-rationales und sprachanalytisches Denken. Das Institut trägt zu einer internationalen Forschungslandschaft bei, deren Profil sich einer integrierten Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsgeschichte verdankt. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Philosophie (speziell dem Fachbereich Wissenschaftstheorie) und der "Wiener Kreis Gesellschaft - Verein zur Förderung wissenschaftlicher Weltauffassung“.


Veranstaltungen


 

Buchpräsentation

Karl Bühlers Krise der Psychologie
Positionen, Bezüge und Kontroversen im Wien der 1920er/30er Jahre

Date : 7. Dezember 2017

Zeit: 17:00

Venue : Archiv der Universität Wien, Postgasse 9, 1010 Wien

Einladung

Zum Sammelband

Karl Bühlers Krise der Psychologie. Positionen, Bezüge und Kontroversen im Wien der 1920er/30er Jahre. Hrsg. von Janette Friedrich, Cham: Springer 2018 (Veröffentlichungen des Institutes Wiener Kreis 26).

Im Mittelpunkt des Bandes steht Karl Bühlers 1927 veröffentlichte Schrift zur „Krise der Psychologie“. Seine Analyse der sich seit Ende des 19. Jahrhunderts als eigenständige Disziplin konstituierenden Psychologie nehmen die Autoren zum Ausgangspunkt, um die „Positionen, Bezüge und Kontroversen im Wien der 1920er/30er Jahre“ zu beleuchten.

Die Themen der Beiträge reichen vom Neubeginn der Wiener Philosophie mit der Besetzung der drei Lehrstühle im Jahre 1922 über die Forschungen zum Film unter Leitung von Karl Bühler in den 1930er Jahren bis hin zu neuen Erkenntnissen der NS-Provenienzforschung zur Bibliothek von Karl und Charlotte Bühler. Die Verbindungen zwischen Bühlers Krisenanalyse und dem Forschungsprogramm der Brentanoschule werden aufgezeigt, sein Interesse am Medienbegriff des Psychologen Fritz Heider ebenso detailreich diskutiert wie Bühlers in den 1930er Jahren begonnenes Projekt einer Lebenspsychologie und einer Sematologie als allgemeine Zeichentheorie. Mit der Erschließung neuer Quellen und der Rekonstruktion historischer Kontexte sowie durch komparative Textstudien leisten die AutorInnen einen originellen Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte, insbesondere zur Geschichte der Psychologie und der Philosophie wie auch zur Institutionsgeschichte der Wiener Universität am Anfang des 20. Jahrhunderts.

Zum Erwerb des Exilnachlasses von Karl und Charlotte Bühler

Der Exilnachlass und die Exilbibliothek des weltberühmten an der Universität Wien in den 1920/30er Jahren tätigen Psychologenehepaars Karl (1879–1963) und Charlotte Bühler (1893–1974) konnte von der DLE Bibliotheks-und Archivwesen der Universität Wien durch Vermittlung des Instituts Wiener Kreis von Achim Eschbach (Essen) erstanden werden. Karl und Charlotte Bühler waren in der NS-Zeit aus Österreich und von der Universität Wien vertrieben worden.

Der Exilnachlass steht nun im Archiv der Universität Wien und die Exilbibliothek in der Fachbereichsbibliothek Wirtschaftswissenschaften und Mathematik der Forschung zur Verfügung.

 

International Conference European Pragmatism: Historical and Contemporary Perspectives

Date: April 19-21, 2018 

Venue: Aula at the Campus of the University

Information

Homepage: under construction

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Institut Wiener Kreis
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F: +43-1-4277-9465
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